Donnerstag, 20. März 2014

Sammer rettet die Welt

Matthias Sammer weiß ja nicht wirklich, was mit dem ganzen Tag anfangen soll, für den er beim FC Bayern bezahlt wird. Und weil es im Training läuft, nölt er die Liga an.
Die Qualität von Motzkis Tiraden ist dabei noch nicht einmal bemerkenswert. Ja, bestimmt werden Thiago und Götze und Martinez und Neuer und Ribery und Robben besser trainiert als Nils Petersen und Luca Caldirola. Nach den Ablösesummen zu urteilen wahrscheinlich 36 mal so gut, oder um 175 Mio Euro besser, und als ob es kein morgen gäbe.
Das stimmt natürlich, denn für die meisten Vereine gäbe es kein morgen, würden sie einfach so mal 50 Mio Euro in zwei Spieler investieren. Das soll nicht bedeuten, dass der FC Bayern sich das nicht verdient hätte. Allerdings soll es bedeuten, dass der FC Bayern nicht deswegen so weit oben steht, weil Matze Sammer dafür sorgt, dass Pep besser trainieren lässt. Die Bayern stecken schlicht viel Geld in eine sehr gute Mannschaft. Das tun sie mit Können und Erfolg und ernten dafür Titel.
Das reicht Matthias Sammer aber nicht, damit komme ich zum Problem: Sammer will nicht immer den deutschen Fußball insgesamt retten. Mit der Aufgabe bei den Bayern offensichtlich nicht ausgelastet, moniert und bemerkt Sammer immer wieder über den bajuwarischen Tellerrand hinaus. Das ist eine Form von Arroganz, die die Bayern bislang nicht hatten. Es ist die Arroganz von Sammer der glaubt, die bällerne Welt retten zu können- und zu müssen.
Sammer macht bei den Bayern sicher gute Arbeit. Als ewiger Motzki ohne Kompetenz ist er im Gebilde FCB sicher wichtig. Nicht so wichtig wie er sich nimmt und sicher auch nicht so wichtig wie die, die aus seinem Gemecker tatsächlich Handlungsaufforderungen ableiten müssen. Aber ganz wichtig ist er. Dabei sollte er denn auch bleiben. Sammer ist in Dortmund und Stuttgart gescheitert, er hat beim DfB gelernt, einem guten Trainer bei der Arbeit zu zusehen. Wenn er nun von der Grünwalder Straße aus versucht, dem BVB und dem VfB über Bande Tipps zu geben, sollte ihm dringend mal jemand seine Biographie vorlesen.

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